Schwarzwald-Baar-Kreis
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Zusammenarbeit zwischen Kriminalkommissariat Villingen-Schwenningen und WEISSEM RING

14.09.2017

Opfer eines Raubüberfalls, einer Körperverletzung oder einer Vergewaltigung benötigen schnellen und unbürokratischen Beistand. Der WEISSE RING kümmert sich um betroffene Personen durch immaterielle Hilfe, etwa durch Vermittlung zu einem Psychotherapeuten oder durch Begleitung zu einer Zeugenaussage. Auch materielle Hilfe ist möglich, wenn das Opfer bedürftig ist. Um helfen zu können, gibt es zwischen dem Kriminalkommissariat Villingen-Schwenningen und der Außenstelle des WEISSEN RINGS im Schwarzwald-Baar-Kreis eine langjährige Kooperation. In den Räumen des Kriminalkommissariats Villingen-Schwenningen trafen sich neun ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle mit vier Vertretern der Polizei unter der Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Volker Bausch zum traditionellen, jährlichen Gedankenaustausch. 

Von links: Armin Moldenhauer (Polizeirevier Villingen), Susanne Fritschi, Claudia Lefke, Max Bammert, Felicitas Bichweiler (alle WEISSER RING), Volker Bausch (Leiter des Kriminalkommissariats), Elke Heitele, Jochen Link und Tina Mann (alle WEISSER RING), Alfred König und Anne Keller (Kriminalpolizei) sowie Marianne Brunner und Siegfried Trenkle (beide WEISSER RING)

Bausch dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des WEISSEN RINGS ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit und betonte, dass durch die engagierte Arbeit des WEISSEN RING eine Hilfe für die Opfer erfolge, die durch die Polizei nicht geleistet werden könne. „Die Opfer von Straftaten dürfen nicht allein gelassen werden. Deshalb stellt die Polizei sehr gerne den Kontakt zum WEISSEN RING her“, so Bausch. Außenstellenleiter Jochen Link bestätigte die reibungslose Zusammenarbeit und versicherte, dass sich die Opferhelfer von der Polizei sehr ernst genommen fühlten. Sie könnten sich jederzeit mit den jeweils zuständigen Polizeibeamten in Verbindung setzen, um eine für die Opfer sinnvolle Hilfe umzusetzen. Die Kooperation ist auch deshalb wichtig, da Polizei und WEISSER RING unterschiedliche Aufgabenbereiche haben. Die Kriminalpolizei muss ermitteln, was passiert ist, um den Täter zu überführen. Dazu muss sie u.a. Spuren sichern, Zeugen befragen und die Beweise dann bewerten. Deshalb kann es sein, dass auch Opferzeugen befragt werden müssen. „Es gibt in manchen Fällen ein Spannungsverhältnis zwischen der notwendigen Ermittlungsarbeit der Polizei und dem Opferschutz, was sich nicht immer auflösen lässt, besonders wenn Aussage gegen Aussage steht“, wie Link erläutert. Hier müsse die Polizei Befragungen durchführen, die psychisch belastend sein können, aber auch helfen, den Täter zu überführen und deshalb notwendig seien. Bausch ergänzt, dass die Arbeit des WEISSEN RINGS hier sehr wichtig sei, da die Opferhelfer sich auf die Unterstützung der Opfer konzentrieren und medizinische, therapeutische oder anwaltliche Hilfe organisieren können. „Der WEISSE RING entlastet uns und hilft uns dadurch, unseren Aufgaben besser nachkommen zu können“, so Bausch, für den das Treffen aufgrund seiner bevorstehenden Pensionierung Ende September gleichzeitig auch die Verabschiedung war. Nachfolger wird Wolfgang Hansel, der bisherige Leiter des Polizeireviers Schwenningen. Bausch sieht hier eine nahtlose Fortsetzung der erfolgreichen Kooperation gewährleistet. „Bei der engen Zusammenarbeit zwischen dem WEISSEN RING und der Polizei wird es keinen Bruch geben, da unsere Kontakte nicht nur intensiv, sondern auch vielfältig sind“, wie Bausch erklärte. Link bestätigte dies: „Wir haben gute Strukturen aufgebaut, die von vielen Personen getragen und gepflegt werden. Die Opfer werden auch künftig auf die unkomplizierte und effektive Zusammenarbeit zwischen Polizei und WEISSEM RING bauen können.“

Jochen Link und Marianne Brunner, der Leiter der Außenstelle des WEISSEN RINGS und seine Stellvertreterin, bedanken sich bei Volker Bausch, Erster Kriminalhauptkommissar (links), für die tolle Kooperation.